OPEN 15,8,15,"I0":CLOSE 15 → DRIVE INITIALIZED

[07] 1541 & FASTLOADER

Serieller IEC-Engpass, Fastloader-Module & Bit-Hacks
DE | EN

Ein vollwertiger Computer im Laufwerk

Die Commodore 1541 war kein einfaches Peripheriegerät, sondern ein eigenständiger Rechner mit eigener MOS 6502 CPU (1 MHz), 2 KB RAM, zwei 6522 VIA I/O-Controllern und eigenem DOS im ROM.

Warum lud sie ab Werk trotzdem quälend langsam (~300–400 Bytes/s)?

"Ein Hardware-Bug im Schieberegister des MOS 6522 VIA-Chips des Commodore 64 zwang die Commodore-Ingenieure in letzter Minute dazu, die serielle IEC-Übertragung softwareseitig über langsame Bit-Banging-Schleifen abzuwickeln."

Die Rettung durch Fastloader

Entwickler und Modulhersteller erkannten, dass man eigenen Code über den IEC-Bus direkt in das RAM der Floppy laden und ausführen konnte. Mit maßgeschneiderten Zweidraht-Übertragungsprotokollen wurde die Ladegeschwindigkeit um das 5- bis 30-fache gesteigert.

Final Cartridge III (FC3)
H. Ritscher (1987) | Steckmodul mit Freeze-Taste

Kultstatus durch die grafische Desktop-Oberfläche, eingebaute BASIC-Befehle, Maschinensprache-Monitor und extrem schnellen KERNAL-Fastloader.

Action Replay (Datel)
Datel Electronics (UK) | Freezer, Sprite-Ripper & Fastloader

Das ultimative Hacker- und Cheat-Werkzeug der Demoszene. Erlaubte das Einfrieren laufender Spiele, das Abspeichern des RAMs auf Diskette und das Aushebeln von Kopierschützen.

JiffyDOS
Mark Fellows (1985) | ROM-Ersatz für C64 und 1541

Das sauberste Fastloader-System: Tauscht die originalen KERNAL-ROMs aus. Kompatibel mit nahezu jeder Software und ohne Modulport-Belegung.

Epyx FastLoad
Epyx (1984) | Direktzugriff ohne Softwareinstallation

Der frühe US-Klassiker: Automatisches Laden beim Einschalten, eingebauter Disk-Editor und Beschleunigung um das Fünffache.