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[02] DIE HARDWARE

MOS 6502 vs. Zilog Z80: Der Kampf um die 8-Bit-Vorherrschaft
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Die Prozessor-Philosophien

Die 8-Bit-Ära war geprägt von zwei grundverschiedenen CPU-Paradigmen:

MOS Technology 6502 / 6510
Chuck Peddle (1975) | ~1 MHz Takt | RISC-ähnlich

Extrem schlankes Register-Design (A, X, Y), Zero-Page-Adressierung für rasanten Speicherzugriff und deterministische Zykluszeiten. Taktet scheinbar langsamer, erledigt aber Instruktionen in oft nur 2 bis 4 Taktzyklen.

Zilog Z80
Federico Faggin (1976) | 3.5 – 4.0 MHz Takt | CISC

Mächtiger Befehlssatz, zweiter Registersatz (Shadow Registers), eingebaute DRAM-Refresh-Logik und hohe Taktraten. Braucht für Befehle mehr Zyklen, bot Entwicklern dafür mehr Register-Freiheit.

Die legendären Heimcomputer

Commodore 64 (1982)
MOS 6510 @ 0.985 MHz (PAL) | 64 KB RAM | VIC-II (6569) | SID (6581)

Der Standard. Hardware-Sprites mit Kollisionserkennung, variables Scrolling und dedizierte Custom-Chips machten ihn zur unangefochtenen Spiele- und Demoplattform.

Sinclair ZX Spectrum (1982)
Zilog Z80A @ 3.50 MHz | 16/48 KB RAM | Ferranti ULA | Beeper

Sir Clive Sinclairs minimalistisches Geniewerk. Wegen 1 Byte Farb-Attribut pro 8x8 Pixel-Block berüchtigt für "Attribute Clash", aber unerreicht günstig und flexibel.

Schneider / Amstrad CPC 464 (1984)
Z80 @ 4.0 MHz | 64 KB RAM | Motorola 6845 | AY-3-8912

Das All-in-One-System mit integriertem Monitor und Kassetten- bzw. 3"-Diskettenlaufwerk. Bekannt für ultraschnelles Locomotive BASIC und scharfe 16-Farben-Modi.

Atari 800XL (1983)
MOS 6502C @ 1.77 MHz | 64 KB RAM | ANTIC | GTIA | POKEY

Jay Miners Meisterwerk vor dem Amiga. Der ANTIC-Chip war ein eigener Grafik-Coprozessor mit Display Lists – seiner Zeit um Jahre voraus.